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Wie baut man sich seine eigene Boulderwand???
Die Vorraussetzungen:
Wo gibt es die Möglichkeit eines Einbaus? Wo ist genügend Platz, um auch noch Absprungfläche einzukalkulieren? Welcher Raum läßt sich während den Wintermonaten beheizen? Willst du eine größere, verspielte Kletterwand oder eher eine kleinere Boulderschräge? Besteht bereits die nötige Neigung, z.B. bei einer Dachschräge? Besteht an dem Platz die Möglichkeit direkt in die Wand zu schrauben? Diese Fragen mußt du dir vorher beantworten. Hierzu ein paar Tipps:
Optimal sind Dachschrägen, z.B. in Speichern. Einerseits lassen sich diese leicht verkleiden, andererseits besitzen sie schon die nötige Neigung. Manche Treppensysteme in Häusern lassen sich ebenfalls optimal verkleiden, ohne großen Platz zu verlieren. In Zimmern bietet sich eher die Installation von klappbaren Systemwänden an; problematisch ist hier, falls es sich um bewohnbaren Raum handelt, die Staubproduktion. Besser eignen sich hier Kellerräume. Wer innerhalb des Hauses keine Möglichkeit findet, kann auch auf Garagen zurückgreifen - falls das Auto auch noch reinpassen soll, natürlich klappbare Wände.
Bauweise der Wand:
Hier bieten sich 2 verschiedene Modelle an, wobei wir die 2. Variante für sinnvoller halten, und auf diese später auch näher eingehen werden:
1. Du schraubst die Griffe direkt in die bestehende Wand.
Das hat die Vorteile, dass es zum einen kostengünstiger ist, zum anderen ist die Wand in nullkommanichts fertiggestellt und bekletterbar. Allerdings ist dies nur bei Betonwänden oder anderen festen Hinterwänden durchführbar. Bei älteren Einrichtungen, die oft aus Ziegel sind, wirst du ziemlich schnell ein echtes Problem haben: Abgesehen davon, dass dir während der Einbohraktion schon fast alle Löcher platzen könnten, werden dir bei möglichem Doch-Gelingen nach kürzester Zeit die Griffe samt Dübel entgegenfallen. Nehmen wir aber an, du hast festen Beton als Hintergrund, dann brauchst du nichts anderes als Metalldübel (z.B. Fischerdübel), Inbusschrauben und Griffe. Achte bei dieser Variante bitte darauf, dass die Wandfläche eben ist, da dir sonst schnell die Griffe brechen werden. Allgemein vielfältiger ist jedoch der nächste Vorschlag:
2. Du baust dir die Wand mittels Unterkonstruktion aus.
Diese Bauart dauert vielleicht etwas länger, kostet mehr, hat dafür aber den Vorteil, dass sie sehr variabel ist und euch ein Kletterleben lang begleiten kann. Je besser ihr werdet, umso mehr könnt ihr sie verstellen und eurem Trainingsstatus anpassen. Die Wand wächst mit eurem Leistungsstandard.Im folgenden setzen wir euch deshalb eine Materialliste für die Anbringung einer Unterkonstruktion mit variabler Neigung zusammen. Optimal wäre es, wenn die Wand im Endstatus mind. eine Breite von 3 m. und eine Höhe von 2 m. aufweisen würde. Natürlich könnt Ihr anhand der Ca.-Einzelpreise auch jede andere Größe berechnen.
Benötigtes Material:
mehrschichtiges Sperrholz ca. 18-25mm dick. einfache Kanthölzer. Maße ca. 55*70mm. Scharniere, Schwerlastanker, Schrauben, Ketten, Dübel Inbusschrauben für die Griffbefestigung Einschlagmuttern 25 Stück/qm Griffe ca. 3-6 Stück pro qm Klettergriffe und Trainingsutensilien gibts bei www.verticalextreme.de - zum fairen Preis Wenn die Wand schon geneigt ist, dann braucht man die Ketten, Schwerlastanker und Scharniere nicht, da die Platte mit den Kanthölzern direkt an die Wand gebracht wird. Â
Bauanleitung:
Aus den Kanthölzern wird ein Rahmen gefertigt auf dem später die Sperrholzplatte verschraubt wird. Vertikal werden im Abstand von etwa 30-40cm weitere Kanthölzer zur Stabilisierung verschraubt. Will man später die Neigung der Konstruktion verändern, so wird die gesamte Konstruktion unten mittels Scharnieren auf dem Boden befestigt und oben durch Schwerlastanker und Ketten an der Wand gesichert. Später kann man durch das Verändern der Kettenlänge seine individuelle Neigung der Wand einstellen. Nun wird auf der Sperrholzplatte ein Raster für die Bohrlöcher (späteren Griffmöglichkeiten) aufgezeichnet. Es hat sich dabei ein Raster mit den Maßen 20cm bewährt.  Die Bohrlöcher müssen auf 12mm gebohrt werden. Dann kann man die M10 Einschlagmuttern einsetzen. Ist das geschehen, kann man die Platte endlich an die Kantholzkonstruktion schrauben. Eigentlich schon fertig. Jetzt können nämlich die Griffe drangeschraubt werden. Der Vorteil an dieser Konstruktion ist, dass man erstens die Neigung verstellen kann und zweitens später Griffe umsetzen kann. Die Wand kann sozusagen dem jeweiligen Kletterkönnen angepasst werden. Â
Jetzt kann sich noch überlegen, wie man es sich erleichtert Boulder zu merken. Dazu kann man z.B. ein Koordinatensystem anlegen oder jedem Griff eine Nummer geben.
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